Zielsetzung
Die TeilnehmerInnen sollen Kenntnisse zum kindlichen Grammatikerwerb erlangen, drei unterschiedliche Testverfahren einsetzen und auswerten, eine konkrete Therapieplanung mit Materialauswahl durchführen sowie drei Therapieansätze anwenden können.
Inhalte und Methoden
Im theoretischen Teil lernen die Teilnehmerinnen den physiologischen Verlauf der Grammatikentwicklung kennen. Vor diesem Hintergrund werden Störungen in den Bereichen Syntax und Morphologie dargelegt und anhand von Spontansprachprotokollen erläutert. Im Anschluss lernen die Teilnehmerinnen drei verschiedene Diagnostikinstrumente kennen und anwenden: ESGRAF-R, TROG-D und die Patholinguistische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen. Aus den Ergebnissen lassen sich Themen für die Therapie ableiten.
Im praktischen Teil werden auf der Grundlage der Diagnostikergebnisse drei Therapiemethoden vorgestellt:
Der "Entwicklungsproximale Ansatz" nach Dannenbauer arbeitet eher indirekt und setzt auf den Einsatz von Modellierungstechniken und auf die optimale Auswahl des Kontextes in der Therapiesituation.
Die "Patholinguistische Therapie bei Sprachentwicklungsstörungen" nach Siegmüller & Kauschke ist dagegen ein direkter Ansatz, der vor allem linguistische Kenntnisse miteinbezieht. Die Kontextoptimierung" nach Motsch hebt neben den Dialogen, der hochfrequenten und eindeutigen Zielstruktur auch die Metasprache hervor.
Kleingruppenarbeit bietet die Möglichkeit, die Ansätze auszuprobieren. Videobeispiele und eine Materialauswahl dienen der Unterstützung.