Titelblatt 1. Ausgabe 2014

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Logos ist seit 21 Jahren als die Fachzeitschrift für Logopädie/Sprachheilpädagogik und angrenzende Disziplinen im deutschsprachigen Raum etabliert und heißt nun

 

Logos. Die Fachzeitschrift für akademische Sprachtherapie und Logopädie

  Indexed in: Psyndex, Scopus, Medpilot, Mitglied im Verband der Deutschen Fachpresse 

 

Liebe LeserInnen,
wir wagten einen nächsten Schritt zu noch mehr Professionalität und geben nun gemeinsam mit dem Deutschen Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten e. V. (dbs) ein neues „Logos" heraus. Und als nächsten Schritt werden wir auch diese Homepage aktualisieren! 

Unsere Erfahrungen und Kenntnisse sowie die Expertise dieses interdisziplinär ausgerichteten Berufsverbandes fließen jetzt in ein gemeinsames HerausgeberInnen- und Redaktionsteam ein.

Es ist unser erklärtes Anliegen, mit diesem neuen, immer noch verbandsunabhängigen Organ, Bewährtes zu wahren, aber gleichzeitig neue Herausforderungen aufzugreifen.Mit einem moderneren Gesicht werden Sie eine vom Umfang gleichbleibende, vom Inhalt noch höherwertige Zeitschrift zum selben Preis erhalten. Qualitativ besser werden die Beiträge dadurch, dass einerseits ein noch sorgfältigeres gleichwohl konstruktives Begutachtungsverfahren für wissenschaftliche Beiträge durchgeführt wird und andererseits der Magazinteil noch vielfältiger, informativer, aktueller und übersichtlicher wird.

Durch die Vergrößerung des neuen Logos-Teams sind wir nun in der Lage, dem neuen Anspruch auch gerecht werden zu können. Als wir 1993 die Zeitschrift L.O.G.O.S. INTERDISZIPLINÄR gründeten, verfolgten wir eine Vision der Brückenbildung: Zum einen zwischen den einzelnen Disziplinen unseres Fachgebietes (deshalb auch der Zusatz "interdisziplinär"), um etwas den durchaus verbreiteten gegenseitigen Abwertungen entgegenzusetzen und die Inhaltlichkeit wieder in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu rücken. Zum anderen lag uns die Verbindung zwischen der Anwendung und der Forschung am Herzen, da hier bisweilen ein tiefer Graben besteht, obwohl sich beide Bereiche gegenseitig benötigen, um Qualität zu sichern. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich unsere damals ehrgeizige Vision als in der Tat zukunftsweisend erwiesen: Die einzelnen Disziplinen arbeiten zunehmend kooperativ zusammen, es gibt einen Dachberufsverband - den dbs  - der AbsolventInnen verschiedener Fachrichtungen vereint. Gleichzeitig wird anwendungsbezogenes Forschen im Unterschied zur Grundlagenforschung nicht mehr als minderwertig klassifiziert und die Praxis hat erkannt, dass evidenzbasiertes Arbeiten eine Notwendigkeit ist, um Qualität für die betroffenen PatientInnen, aber auch, um die eigene Existenz zu sichern. Evidenzbasiert ist heute geradezu zur Eintrittskarte in den Gesundheitsfachberufen geworden: Damit ist gemeint, dass sich diagnostisches und therapeutisches Handeln am Kriterium nachgewiesener Gültigkeit und Wirksamkeit orientieren muss. Der Glauben an den Erfolg des eigenen Handelns reicht nicht mehr aus. Stattdessen werden objektivierbare Kriterien an seine Stelle gesetzt, um begründete Annahmen und im besten Fall belastbares Wissen zu generieren.Für viele praktizierenden TherapeutInnen hat der Evidenznachweis, den inzwischen auch der Kostenträger einfordert, einen bedrohlichen Charakter erhalten, da der Wert von langjähriger Erfahrung und Expertise in Frage gestellt zu scheint. Gediente KollegInnen fühlen sich kontrolliert und bevormundet und lehnen sich - durchaus nachvollziehbar - dagegen auf. Gleichwohl ist diese Reaktion bedauerlich, denn die damit einhergehende Spaltung in erfahrungsbasiertes und wissenschaftliches know how führt dazu, dass wir uns einer wertvollen Ressource berauben: Erfahrung ist Gold wert! Allerdings nur dann, wenn sie aus der individuellen Perspektive an die Öffentlichkeit gebracht wird.Dies geschieht im ersten Schritt durch mediale Kommunikation wie etwa einem Artikel in unserer Fachzeitschrift. Dann kann in einem zweiten Schritt der Diskurs stattfinden, der hoffentlich in eine intersubjektive Überprüfung der erfahrungsbasierten Überzeugungen mündet. Intersubjektiv heißt also nachvollziehbar, mit anderen teilbar, und damit kommunizierbar. Es ist Aufgabe der Forschung, diesen Nachweis zu führen und aus der Praxis kommende Empfehlungen in Erkenntniswissen zu überführen. Umgekehrt kommt der Wissenschaft die Verantwortung zu, ihre Befunde dort zu kommunizieren, wo sie einen Unterschied machen können, nämlich in der Praxis. Die besten Forschungsergebnisse sind nichts wert, wenn kaum jemand davon Notiz nimmt.

Das Gespräch zwischen KollegInnen in Forschung und Praxis gilt deshalb für uns als die Keimzelle für Fortschritt. Auch Logos steht weiterhin für diesen Austausch. Für die LeserInnen unserer Zeitschrift bedeutet das, eine Mischung unterschiedlich komplexer Beiträge je Ausgabe vorzufinden: von Originalartikeln über Interviews, Dokumentation und Diskussionen bis hin zu wissenschaftsjournalistischen Beiträgen. Diese Mischung, diese Vielfalt und gleichzeitig visionäre Unabhängigkeit ist es, die Sie an uns schätzten. 

Wir hoffen, diese Freude mit Ihnen teilen zu können und Ihre Neugier auf die Neue geweckt zu haben.

Ihr Ex - Logos INTERDISZIPLINÄR Team
Karen Ellger, Ute Ritterfeld, Claudia Trabes

 

 
 
 
 
Mit den Worten unserer LeserInnen:

... Was kann fachlicher sein, als das, was KollegInnen mitzuteilen haben? ... Nimmt sich dem Facettenreichtum von Therapieberufen an ... Wird von PraktikerInnen gemacht und vermittelt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse les- und verstehbar ... Mischung aus fachwissenschaftlicher Publikation und abwechslungsreichem Magazin ... Theorie erhält einen praktischen Bezug und wird attraktiv aufgemacht ... Themenvielfalt, fachübergreifende Konzeption ... Inhaltlich sowie qualitativ etwas Besonderes ... Verschönern von Lernen und Fort- und Weiterbildung ... stetige konzeptionelle Weiterentwicklung ... ein Forum der Begegnung ... berufspolitisch unabhängig ... ermöglicht auch mal über den eigenen Tellerrrand zu schauen ... der etwas andere Blick auf Sachverhalte ... lebendig, ansprechend und anspruchsvoll ... es gibt keine vergleichbare Fachzeitschrift auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum ...

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